Zurück ins alte Leben? Umgang mit Trauer, Ängsten und Perspektivverlust nach erworbenen Hirnschädigungen

13.09.2019 13:00 bis 14.09.2019 16:15
Graz

Ziel
Das Seminar soll dazu befähigen, den Umgang mit Trauer und selbstwertbezogenen Ängsten und Zweifeln aktiv therapeutisch zu gestalten und zu vertiefen. Den Teilnehmenden werden hierfür hilfreiche Interventionen unter besonderer Berücksichtigung der Beziehungsgestaltung vermittelt.

Inhalt

  • Die Folgen erworbener Hirnschädigungen lösen bei den betroffenen Menschen häufig erhebliche emotionale Turbulenzen aus. So geht es bspw. um Trauer über die Beeinträchtigungen, Scham im Umgang mit ihnen, Wut auf die eigenen Begrenzungen und das Schicksal, Angst vor Kontrollverlust, vor Verlust der Zugehörigkeit zu den bisherigen Freund*innen, davor, die Arbeit zu verlieren oder keine Lebensperspektive mehr zu finden.
  • In diesem Seminar wird der Schwerpunkt auf die psychotherapeutische Arbeit mit Gefühlen der Trauer, Ärger und Wut, selbstwertbezogenen Ängsten und Scham gelegt. Möglichkeiten, Menschen dabei zu unterstützen, neue Lebensperspektiven zu finden, werden erarbeitet. Es wird vor allem auf Konzepte der emotionsfokussierten Therapie (Greenberg) und den ACT-Ansatz von Hayes zurückgegriffen, lösungsorientierte Ansätze und der Selbstmanagement-Ansatz von Kanfer bilden die Grundlage für die vermittelte psychotherapeutische Haltung.
  • Das Seminar ist interaktiv gestaltet, die Erprobung von Interventionen erfolgt in Kleingruppen. Vorerfahrungen mit psychotherapeutischen Interventionen bei Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen sind hilfreich.

Seminarleitung
Dr. Sabine Heel, Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), Klinische Neuropsychologin (GNP), tätig in eigener neuropsychologischer Praxis in Berlin

Termin
Fr. 13.9.2019              13.00 - 18.00 Uhr
Sa. 14.9.2019             9.00 - 16.15 Uhr

Ort
Graz

Seminargebühr
GNPÖ-Mitglieder                    € 280,-
BÖP-Mitglieder                      € 308,-
Nicht-Mitglieder                     € 336,-

Anrechnung auf das Curriculum
3.1. Erarbeitung eines Behandlungskonzeptes (6 E)
3.2. Neuropsychologische Trainingsverfahren und Therapie (4 E)
4 E werden noch gem. Psychologengesetz 2013, BGBI Nr. 182/2013 anerkannt, insgesamt also 14 E;